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Presseberichte, Leserbriefe und einige
Anmerkungen Oktober 2008
02. Oktober 2008

Herr Paulus, der Kreisgeschäftsführer des Bund
Naturschutz Fichtelgebirge (also der Organisation, deren
Internetauftritt auf der Titelseite mit der größten künstlich
angelegte Wasserfläche des Landkreises - dem Weißenstädter See -
geschmückt ist) verurteilt schon allein den Umstand, dass ich die
Idee zu diesem Projektvorschlag haben konnte. Er spart nicht mit
Übertreibungen, wie schrecklich er das alles findet.
Fehlt ihm einfach die Phantasie, sich vorstellen
zu können, dass der Wunsiedler See, wie so viele andere große
Wasserflächen, eine wunderbare, idyllische und spannende Landschaft
bilden kann?
Oder hat er sich geistig schon in Vorstellungen
verrannt, die überhaupt nichts mit den Gestaltungsmöglichkeiten zu
tun haben, die exzellenten Landschaftsarchitekten zur Verfügung
stehen, um hier etwas einmaliges entstehen zu lassen?
Die Kritik setzt hier offenbar schon lange vor
dem Zeitpunkt ein, an dem ausreichend bekannt ist, worum es einmal
gehen könnte. Will er etwa verhindern, dass die Idee überhaupt
einmal zu Ende entwickelt und überprüft wird?
Zu den von Herrn Paulus angesprochenen
gefährdeten Tierarten werde ich zu einem späteren Zeitpunkt
gesondert Stellung nehmen. Völlig klar ist jedoch, dass dem Schutz
gefährdeter Arten bei einer Umsetzung des Projektes aller höchste
Beachtung beizumessen ist. Schon bei den Voruntersuchungen werden
diese Fragen eine entscheidende Rolle spielen.
Herr Terporten-Löhner, der Vorsitzende des Bund
Naturschutz Fichtelgebirge, meint, der Trend in der
Energieversorgung gehe hin zu kleinen, dezentralen Anlagen.
Er versteht es offensichtlich nicht, dass diese
begrüßenswerte Entwicklung in keinem Widerspruch zu
Pumpspeicheranlagen steht. Im Gegenteil: kleine dezentrale Anlagen
benötigen, viel mehr als Großkraftwerke, Speichereinheiten um die
produzierte Strommenge der Nachfrage anpassen zu können.
Ausführlich setzte ich mich mit dieser Frage in
meinem Schreiben an den energiepolitischen Sprecher des Bund
Naturschutz, Herrn Dr. Trautmann-Popp auseinander, welcher am Ende
des Kapitels "Presse August
2008" abgedruckt ist.
Und 10.000 kleine Pumpspeicher zu je 100 kW
(statt einem einzigen großen, mit einem Gigawatt Leistung), wären um
Größenordnungen teuerer als ein einziger großer Pumpspeicher. Auch
würden diese einen viel größeren Flächenverbrauch haben, weil die
Wasserbecken nicht so tief gebaut werden könnten. Ein
Energiespeicher für sieben Stunden mit 100 kW Leistung wäre eine für
Haushaltsmaßstäbe große dezentrale Anlage. Diesen Gedanken weiter
verfolgen, würde bedeuten, dass wir, ähnlich wie bei den Windrädern,
auf allen Bergen und in allen Tälern kleine Pumpspeichereinheiten
antreffen könnten.
Weiter fragt Herr Terporten-Löhner, was passieren
werde, wenn die Preisdifferenz zwischen Tag und Nachtstrom
schrumpfe.
Dazu kann gesagt werden, dass diese Situation als
ungünstiges Szenario auf alle Fälle in Betracht gezogen werden muss,
wenn ein Finanzplan für das Projekt erarbeitet wird.
Mit Auslaufen der Kernkraftwerke und Reduzierung
der Kohlekraftwerkskapazitäten bei gleichzeitigem Ausbau der Wind
und der Solarkraft, wird das auch tatsächlich eintreten.
Stromüberschuss und -Mangel werden dann nicht mehr, wie heute noch
üblich, einem Tag-/Nacht-Rhythmus folgen, sondern viel stärker den
natürlichen Einflüssen von Wind und Sonne folgen.
Der Ausgleichsbedarf wird dadurch nicht ab,
sondern zunehmen. Speicher müssen dann auch mehrere Tage überbrücken
können. Dann wird es vorkommen, dass an einem kalten, trüben und
windstillen Mittag ein hoher Spitzenstrombedarf vorhanden ist,
während kein regeneratives Kraftwerk nennenswert liefern kann.
Umgekehrt kann in der Nachts bei geringer Nachfrage, ein starker
Wind blasen und Strom im Überschuss produzieren. Dass Wind und Sonne
gerade so einwirken (wie es mit der heute eingesetzten
Kraftwerkstechnik meistens gelingt), dass Angebot und Nachfrage
übereinstimmen, wird eine absolute Ausnahmesituation werden.
Diese Situation kann auf zwei Arten gelöst
werden:
-
Entweder man errichtet so viel Kraftwerkskapazität, dass immer
genügend Strom produziert werden kann. Damit leistet man sich
den Luxus riesiger Überkapazitäten, die man abschaltet, wenn zu
viel Strom produziert wird. Windräder bleiben dann einfach
stehen. Ohne fossil befeuerte Ersatzkraftwerke wird das aber
nicht zu lösen sein.
-
Oder man sorgt mit Speichern dafür, dass diese mit
überschüssigem Strom geladen werden um bei Strommangel die
aufgenommene Energie zurückgeben zu können. Werden
Erzeugungseinheiten und Speichereinheiten gut aufeinander
abgestimmt, lässt sich damit die insgesamt zu errichtende
Kraftwerkskapazität minimieren.
Bei
der heute eingesetzten Kraftwerkstechnik prägt der Unterschied
zwischen preisgünstigem Atom- und Braunkohlestrom zum höherpreisigen
Strom aus Gas- und Ölkraftwerken den Kostenverlauf zwischen Tag und
Nacht. Mir fehlt es an Phantasie, dass die knapper werdenden
Ressourcen Öl und Gas langfristig billiger werden könnten.
Wenn
unser Land seine energiepolitischen Ziele weiter verfolgt
(Kernkraftausstieg, CO-2 Reduzierung, Ausbau erneuerbarer Energien),
dann geht das entweder über
-
einen parallel stattfindenden massiven Ausbau der Gaskraftwerke,
oder
-
Bezug der Ausgleichsenergie in großem Maßstab aus unseren
Nachbarländern oder
-
die Schaffung ausreichender Speicherkapazitäten.
Alle
aufgezeigten Szenarien werden ihren Preis haben. Eine Phantasie,
dass Ausgleichsenergie nicht mehr gebraucht werden wird oder diese
billiger werden könnte, vermag ich dabei nicht zu entwickeln.
Wie
man z.B. an der Eidgenössisch Technischen Hochschule (ETH) Zürich in der Schweiz über derartige Anlagen
denkt, zeigt der Link auf das nachfolgende Vortragsangebot:
http://www.loretznet.com/kunden/greina-stiftung.ch/dokumente//FlyerDWebsite.pdf.
Im
übrigen werden alle Beteiligten, die diesem Projekt Finanzmittel zur
Verfügung stellen, sehr genau nachprüfen, dass die Anlage auch die
finanziellen Erwartungen erfüllen wird, die man in sie setzt.
Herr
Armin Braun, ein Sprecher der Bürgerinitiative gegen das Kraftwerk
führt an, Deutschland habe genügend Kraftwerksüberkapazität und
exportiere Strom. Offenbar hat er keine Kenntnis, wie die deutschen
Stromexporte und -Importe zustande kommen. Deutschland exportiert in
der Regel billigen Überschussstrom und bezieht dafür teueren
Spitzenstrom. Selbst wenn die Bilanz in manchen Jahren einen kleinen
Exportüberschuss aufweist, ist der Preis, der für die Importe
bezahlt werden muss deutlich höher, als die Exporterlöse.
Deutschland nutzt damit seine Nachbarländer als Energiespeicher.
Diese nehmen das Geschäft der Stromveredelung gerne an.
Wirtschaftskraft und Devisen, die so unser Land verlassen, könnten
aber gerade bei uns für Arbeit, zufließende Gelder und Wohlstand
sorgen. Seine maßlosen Übertreibungen mit einer Zubetonierung des
Röslautals zeigen, dass es ihm nicht um eine sachliche
Auseinandersetzung geht.
Wie
ein Herr Dittmar auf die Idee kommt, von einem dreizehn bis fünfzehn
Meter hohen Damm zu sprechen, bleibt sein Geheimnis. Der
Projektvorschlag geht in der Talmitte von 10 Metern Höhe aus.
Überhaupt scheinen maßlose Übertreibungen die Phantasie der Gegner
des Wunsiedler Sees zu beflügeln.

Der Originaltext des Leserbriefes, welcher zu
diesem Artikel umgearbeitet wurde ist der folgende:
Leserbrief über Berichterstattung der letzten Tage
zu
"Hohe Steuern, aber keine Touristen" vom 25.09.08
und
"Wunsiedler See wird zum Thema" vom 22.09.08
In
Goldisthal verhindert der schwedische Energiekonzern
Vattenfall den Seetourismus, weil er damit zwar
Aufwendungen, aber keinen Nutzen hätte.
Unter
kommunaler Verantwortung hätten die Stadt Wunsiedel und die
Gemeinde Tröstau ein vitales Interesse an der
Freizeitnutzung des Wunsiedler Sees, weil sie mit ihren
Bürgern gerade auch davon profitieren. Der Stausee würde von
vornherein für eine vielfältige touristische Nutzung
konzipiert.
Unter
www.psp.poppware.de
habe ich eine Bildserie von Goldisthal und vom Edersee
eingestellt. Der Edersee in Hessen bildet das Zentrum einer
florierenden Ferienregion. Seine Uferlandschaft ist absolut
vergleichbar mit der von Goldisthal. Die Absenkung des
Wasserspiegels im Edersee übertrifft die in Goldisthal
vorgesehenen 20 Meter. Vielleicht ist es nur eine Frage der
Zeit, bis auch Goldisthal für Freizeitnutzung zugänglich
wird.
Grotesk
falsch ist die Aussage "Pumpspeicher hätten für die
schwankende Energie aus Windkraft keine Bedeutung". Der
massive Ausbau der Windkraft erfordert gerade die Schaffung
von Speichermöglichkeiten für große Energiemengen, wenn
Windstrom einerseits an Starkwindtagen nicht vernichtet und
andererseits bei Flauten nicht durch
teure Primärenergie aus Gas- und Heizölkraftwerken
ersetzt werden soll.
Der
Umbau unserer Energiewirtschaft mit Atomausstieg, CO-2
Vermeidung, Reduzierung der Abhängigkeit von Erdöl- und
Ergaskartellen, hin zu einer regenerativen Stromerzeugung
aus Wind, und Sonne ist nur verantwortbar, wenn
Speicherkapazitäten geschaffen werden, welche die stark
schwankende Stromerzeugung aus diesen Quellen an die
Stromnachfrage anpasst. Pumpspeicher schaffen im Gegensatz
zu Gas- und Ölimporten Wirtschaftkraft und Arbeitsplätze im
eigenen Land. Gekonnt angelegt steigern sie den Freizeitwert
einer Region.
Pumpspeicherkraftwerke weisen im Vergleich zu anderen
Speichertechniken die größte Lebensdauer, den besten
Wirkungsgrad, keine Selbstentladung
und die niedrigsten Kosten bezogen auf die
gespeicherte Energiemenge auf. Sie sind in der Lage sehr
große Energiemengen aufzunehmen, wie es die Stromwirtschaft
erfordert.
50
Meter hohe Sperrmauern und eine riesige Betonwanne, wie von
BI-Sprechern behauptet, sind Schreckgespenster, mit denen
Anliegern des Wunsiedler Sees Angst gemacht wird und
Unterschriften gegen den Vorschlag gesammelt werden. Mein
Internetauftritt enthält eine Bildserie vom Brombachsee, der
sehr viele Parallelen zum Seevorschlag im Röslautal
aufweist. Der Untergrund
dort ist, wie bei uns, zerklüftet. Die Pegelschwankung
beträgt wie bei uns sieben Meter. Im Brombachsee gab es, wie
bei uns vorgeschlagen bis zu 25 Meter Bodenabtrag. Stege auf
Betonschwimmkörpern ermöglichen dort den Zugang zu den
Booten und gleichen die Pegelschwankungen aus. Von den
Tiefensperren, die dort errichtet wurden, um unterirdische
Wasserflüsse zu verhindern, ist oben überhaupt nichts zu
sehen. Wie bei uns vorgesehen ist dort eine erstklassige
Ferien- und Erholungsregion mit hochwertigen Lebensräumen
für seltene Tier und Pflanzenarten entstanden
Der
Schluchsee im Südschwarzwald, Trausnitz und Happurg in
Nordbayern oder der Afolderner See an der Eder sind
Beispiele für Pumpspeicherseen
mit touristischer Nutzung.
Sie widerlegen die Behauptung, dass es sich um
Industrieanlagen handelt, in denen man weder schwimmen noch
Boot fahren kann.
Der
wirtschaftliche Impuls der bei der Umsetzung des Wunsiedler
See Projektes für unsere Region ausginge, wäre enorm und
könnte viele positive Entwicklungen anstoßen.
"Es
verbraucht mehr Strom als es produziert" verleitete einen
Kandidaten für die Landtagswahl zur Aussage "das ist ein
Blödsinnprojekt". Die Speicherung ist wie die Erzeugung von
Energie immer mit Umwandlungsverlusten verbunden. Speicher
sind dann sinnvoll, wenn eine
verbrauchsangepasste Erzeugung höhere Kosten
verursacht oder größere Verluste aufweist. Wenn unser Land
den Umbau seiner Energiewirtschaft ernst nimmt und sich
nicht in völlige Abhängigkeit von anderen Ländern
manövrieren möchte, dann wird das ohne die Schaffung
erheblicher Speicherkapazitäten nicht verantwortbar zu lösen
sein.
gez.
Matthias Popp
06. Oktober 2008
Leserbrief
von Adrian August Wildenauer aus Marktredwitz.
Der
Leserbrief mahnt zu Sachlichkeit und vernünftiger Abwägung von
Vorschlägen anstelle vorschneller Verurteilung.
07. Oktober 2008
Hinweis
auf einen Internetauftritt des BN.
Leserbrief
(Nr. 4) von Herrn Albin Braun aus Breitenbrunn.
Neue sachbezogene Argumente werden in dem
Leserbrief nicht vorgebracht.
Leserbrief
von Herrn Günter Heinrich aus Schönwald.
Auch dieser Leserbrief enthält keine neuen
sachbezogenen Argumente, zu denen nicht schon Stellung bezogen
worden wäre.
08. Oktober 2008
Leserbrief
von Frau Monika und Herrn Siegfried Lorke aus Wunsiedel.
Monika und Siegfried Lorke fordern vernünftig und
objektiv miteinander zu reden. Sie stellen fest, dass der Wunsiedler
See eine mehrere Kilometer lange Uferlandschaft aufweisen würde, die
sowohl Fremdenverkehr anziehen als auch naturnahe Lebensräume
aufweisen würde.
09. Oktober 2008
Leserbrief
von Herrn Hermann Meier aus Wunsiedel.
Keine neuen sachbezogenen Argumente. Der
Schreiber des Leserbriefs kritisiert, dass bei der Vorstellung des
Wunsiedler See-Projektes der Begriff "Wirtschaftlichkeit" eine Rolle
spielt.
Häufig, wie auch in diesem Leserbrief schwingt
eine Angst mit, dass ein Energiekonzern hinter dem Projekt stehe.
Diese Vermutung trifft definitiv nicht zu. Meine Intention ist, ein
Projekt unter kommunaler Verantwortung, zum Wohle der Region zu
schmieden. Dabei stehen wir ganz am Anfang. Wie eine spätere
Finanzierung aussehen könnte, vermag im Moment noch niemand zu
sagen. Ziel all meiner Überlegungen ist jedoch, möglichst viel von
der Wirtschaftskraft, die das Projekt entfalten kann, in unsere
Region zu lenken.
18. Oktober 2008
Vorstellung
von Bürgermeister Karl-Willi Beck zum Ablauf des anstehenden
öffentlichen Symposiums.

20. Oktober 2008
Der
Beschluss, über den hier berichtet wurde, kam in Abwesenheit und
gegen den Willen des Hauptvorstandes, ohne vorherige ordentliche
Information und Beratung zustande.
Wie mir aus zuverlässiger Quelle berichtet wurde, hat das nicht
abgestimmte Vorgehen in dieser Herbstversammlung und dieser
Pressebericht in der Vereinsführung zu großer Irritation und
Verärgerung geführt.
22. Oktober 2008
In
diesem Hinweis auf eine Gemeinderatsitzung fordert Tröstaus zweiter
Bürgermeister Wölfel eine Ablehnung des Projektes auf dem Gebiet der
Gemeinde Tröstau.
24. Oktober 2008
Leserbrief
von Herrn Rainer Schöffel aus Wunsiedel.
Er begrüßt das bevorstehende Symposium.
Sodann behauptet er, ich (Matthias Popp) wäre der
Organisator und Leiter dieses Symposiums. Er steigert sich weiter,
und unterstellt mir, ich setze mich mit Nachdruck und aller Ignoranz
für dieses Projekt ein und ließe sämtliche Objektivität im Vorfeld
einer planerischen Diskussion vermissen.
Zunächst ist richtig zu stellen, dass ich weder
der Organisator des Symposiums bin noch dessen Leiter sein werde.
Mir ist auch nicht bekannt, dass von Seiten der Organisatoren (das
ist die SWW Wunsiedel GmbH) daran gedacht ist, mir auf dem Podium
einen Platz zu geben. So ein Wunsch wurde bisher nicht an mich
herangetragen und ich würde dem auch nicht zustimmen.
Das Symposium soll ja gerade zur Hinterfragung
und Vertiefung meiner längst bekannten Vorschläge, durch zuständige
und fachkundige unabhängige Persönlichkeiten, Aufschluss darüber
geben, ob es sinnvoll ist, tiefer in eine Machbarkeitsuntersuchung
einzusteigen. Es wird dabei wertvolle Anhaltspunkte liefern, welche
Chancen unabhängige Experten dem Projektvorschlag geben.
Weiter wirft mir der Leserbriefschreiber vor, ich
würde den Brombachsee mit einem Pumpspeicherkraftwerk gleichsetzen.
Dabei unterstellt er mir, ich würde in meinem Internetauftritt mit
einem Bild das ein Familienidyll zeigt Propaganda machen. Offenbar
hat sich Herr Rainer Schöffel meinen Internetauftritt noch nie
angesehen. Vermutlich bezieht er sich auf das Bild zum Pressebericht
vom 02. Oktober 2008: "Popp:
Touristische Nutzung durchaus möglich", welchen der
Frankenpostredakteur Joachim Dankbar verantwortet. Das dort
verwendete Bild, welches ich im übrigen gut und passend finde, stammt nicht von mir. Grundlage seines Berichts war
der oben wiedergegebene, von mir verfasste Leserbrief, den Herr
Dankbar wegen seiner Länge nicht abdrucken wollte.
Natürlich gibt es beim Brombachsee eine Reihe von
Parallelen zu den Herausforderungen und Gegebenheiten, die wir beim
Wunsiedler See antreffen werden. Unter Anderem ist das die Auslegung
auf sieben Meter Pegelschwankung. Darauf gehe ich im Abschnitt "Bilder
anderer Seen" dieses Internetauftritts sachlich ein. Hätte der
Herr Professor diesen durchgelesen, dann wäre ihm aufgefallen, dass
darin als Erstes erklärt wird, welche Aufgabe die Fränkische
Seenplatte hat.
Das Symposium soll sich in der Tat mit meinem
Projektvorschlag auseinandersetzten. Grundlage dafür ist der
Stadtratsbeschluss vom 29. Mai 2008, der hier noch einmal in
Erinnerung gerufen sei:

Es erscheint mir selbstverständlich, dass der
Urheber und Initiator des Projektes bei der Information der
Symposiumsteilnehmer im Vorfeld eine wichtige Rolle spielt. Das
Symposium findet ja genau zu diesem von ihm stammenden
Projektvorschlag statt und nicht zu irgend einer anderen Vorstellung
über einen Pumpspeicher. Aus meiner Sicht naheliegend und
folgerichtig ist es deshalb, dass mich die Organisatoren des
Symposiums zur Information der Teilnehmer heranziehen. Wer anders
soll denn den Teilnehmern den Vorschlag, über den der Stadtrat
abgestimmt hat, besser erklären, als der Urheber selbst?
Die mir unterstellten, überspitzt formulierten Aussagen, die Herr Schöffel in seinem Leserbrief wie Zitate bringt und ihm von
nicht genannten Dritten zugetragen wurden, habe ich so nie
ausgesprochen.
Die Auswahl der Teilnehmer treffen im übrigen die
Organisatoren selbst.
Was würde der Herr Professor Schöffel sagen, wenn
er
ein ausgearbeitetes Konzept zur Abhaltung der Wunsiedler Grüntage
vorlegt und dann ganz jemand anders und ohne weiteren Kontakt zum
Urheber beauftragt würde, die Teilnehmer auszuwählen und
den Vorschlag des Herrn Schöffel zu erklären?
Dass ein Urheber von einem Projektvorschlag, den
er öffentlich macht, auch überzeugt ist, dürfte ja wohl das
Normalste der Welt sein. Wie sonst sollten Entwicklungen in einer
Gesellschaft angestoßen werden, wenn dem nicht so wäre?
Die Vermutungen und Unterstellungen des Herrn
Rainer Schöffel kann ich nicht nachvollziehen. Leider vermisse ich
von ihm jedwede sachliche Auseinandersetzung mit dem Thema. Wenn er
meint, das mit Unterstellungen und persönlichen Verunglimpfungen
ersetzen zu können, fände ich das sehr schade.
Leserbrief
von Anneliese Panzer aus Tröstau.
Sie meint ein Symposium wäre nicht notwendig,
weil die Tröstauer Grundbesitzer das Projekt ablehnen.
Der
größere Teil des Projektesvorschlags bezieht sich auf Wunsiedler
Stadtgebiet. Tröstauer Gemeindegebiet betreffen lediglich die
größeren Varianten. Tröstauer Gebiet wurde von Anfang an nur deshalb
in die Überlegungen einbezogen, weil es immer der Wunsch von
Bürgermeister Martini war, dass das geschieht.
27. Oktober 2008

Der Gemeinderat von Tröstau hat eine Entscheidung
zum Wunsiedler See für das Gebiet der Gemeinde Tröstau getroffen,
die zu akzeptieren und nicht weiter zu hinterfragen ist.
Relativiert ist der Beschluss nach
Zeitungsbericht durch die Formulierung "in der jetzt vorliegenden
Form". Das könnte ein Hintertürchen sein, das sich die Gemeinderäte
offen halten wollen, wenn in Zukunft genauere Planungen vorliegen
sollten.
Unzutreffend war die Diskussion des Gemeinderates
(sofern der Zeitungsbericht das korrekt wiedergibt), bei der
Annahme, der See würde Ufermauern aufweisen, die in Leupoldsdorf 20
Meter hoch wären. Der von mir gemachte Projektvorschlag sieht, außer
vielleicht an der Engstelle in Furthammer, an keiner Stelle
Ufermauern vor. Unter steilen Ufern zeigen alle meine Darstellungen
und Beispielbilder Uferlandschaften, wie wir sie von stillgelegten
Steinbrüchen oder von anderen Pumpspeicherseen (z.B. Schluchsee im
Südschwarzwald) kennen. Auch sind steile Ufer als Vorschlag zu
sehen. Im Abschnitt "alternative
Ufergestaltung" werden auch andere Möglichkeiten aufgezeigt.
Völlig neben der Realität ist allerdings die mit
dem Zeitungsbericht abgedruckte Bildmontage des Gemeinderats Peter
Hofweller. Dieses zeigt nicht Tröstauer, sondern Schönbrunner
Gebiet.
In eine Aufnahme von Schönbrunn bei Sonnenschein
wurden in äußerst dilletantischer Art und Weise eine Wasserfläche
und ein Steilufer montiert, die mit dem Wunsiedler See und meinen
Vorschlägen zur Ufergestaltung überhaupt nichts zu tun haben:
-
berücksichtigt er überhaupt nicht die Höhenverhältnisse, mit
denen das Ufer an die bestehende Landschaft anschließt.
-
verwendet er Gesteinsmuster und Strukturen, die so nicht
angetroffen werden und so auch keine Stabilität bieten würden.
-
zeigt das Bild vor den Häusern der Schönbrunner einen um ca. 20
Meter abgesenkten Wasserspiegel. Vorgesehen sind maximal sieben
Meter.
-
passen die düstere Farbe der dargestellten Wasserfläche und des
Ufers überhaupt nicht zu den sonnigen Lichtverhältnissen der
Ortschaft.
-
vermittelt der viel zu große Wellenschlag der einmontierten
Wasserfläche einen kleinen künstlichen See in einer
Modelllandschaft.
-
die Seezugänge und die schwimmenden Straßen und Inseln aus
meinem Projektvorschlag werden nicht einmal angedeutet.
-
...
Ein
Gefühl für die tatsächlichen Verhältnisse vermag diese Darstellung
nicht zu vermitteln. Bestenfalls ist sie geeignet, Vorurteile und
Ängste bei Leuten zu schüren, welche durch die zum Teil unsachlich
und überspitz geführte Diskussion verunsichert sind. Dieses Bild
kann nur als weiterer unsachlicher Beitrag gewertet werden.
Schade wäre es, wenn die Vorstellung, die dieses Bild des
Gemeinderates Peter Hofweller vermittelt einen Einfluss auf die
Entscheidung des Tröstauer Gremiums gehabt haben sollte.
Hinweis
auf eine weitere Veranstaltung des Bund Naturschutz.
29. Oktober 2008
Leserbrief
von Herrn Siegfried Nothaft aus Bernstein. Er saß früher einmal für
die Partei der Republikaner eine Periode im Wunsiedler Stadtrat.
Herr Nothaft scheint mit der Tonart, die er
anschlägt, den Herrn Professor Schöffel noch überbieten zu wollen.
Die Anschuldigungen, die er vorbringt basieren auf falschen Aussagen
aus dem Leserbrief des Herrn Professors vom 24.10.2008. Auf eine
Stellungnahme dazu verzichte ich.
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