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Presseberichte, Leserbriefe und einige
Anmerkungen August 2008
02. August 2008
Leserbrief
(Nr. 2) von Herrn Albin Braun aus Breitenbrunn.
Von den angeblich von Bürgermeister Beck und mir (Matthias Popp) in
Furthammer vorgestellten und angepriesenen Pumpspeicherkraftwerken
aus Tirol ist mir nichts bekannt. Wie der Schreiber des Leserbriefs
zu dieser Behauptung gelangt, ist mir ein Rätsel.
Dass Pumpspeicher nicht mehr Strom erzeugen können, als vorher in
sie eingespeichert wurde ist selbstverständlich. Hier wiederholt der
Leserbriefschreiber einen bereits zwei Monate vorher durch Herrn von
Malschitzky aufgezeigten Sachverhalt. Wie bereits dort ausführlich
erklärt, hat ein Speicher auch nicht die Aufgabe Strom aus
Primärenergie zu erzeugen.
Wiederholung der Erklärung
aus dem Abschnitt:
Aufgabe
von Energiespeichern im Stromnetz
Trotzdem wird die Verwendung eines
Speichers zu einer Reduzierung der zu erzeugenden Strommenge führen.
Ein sehr anschauliches Beispiel ist der Einsatz von Hybridfahrzeugen
(welche gerade von umweltbewussten Personengruppen als vorbildliche
Entwicklungen angepriesen werden). Diese Fahrzeuge haben einen
Stromspeicher (Akkumulator, auch Batteriesatz genannt) an Bord, der
auf die Energieanforderungen eines Fahrzeugs bezogen genau das
leistet, wie ein Pumpspeicher in der großen Stromwirtschaft.
Der Hybridbetrieb vermeidet die Vernichtung überschüssiger Energie
durch Bremsen (was die Bewegungsenergie des Fahrzeugs in verlorene
Wärme überführt). Statt dessen wird Bewegungsenergie zur Aufladung
des Akkumulators verwendet (was die Bewegungsenergie in chemisch
gebundene Energie überführt). Diese chemisch gebundene Energie kann
anschließend wieder in Strom umgewandelt und zum Antrieb des
Fahrzeugs verwendet werden. Auch dieser Prozess hat einen ähnlichen
Wirkungsgrad wie ein Pumpspeicher. Zwanzig bis dreißig Prozent der
beim Laden des Akkus eingesetzten Energie gehen verloren.
Ohne diese
Technik wären 100% verloren!
Trotz dem ein Hybridfahrzeug (wegen der
mitgeführten Batterien) schwerer ist als ein rein mit
Verbrennungsmotor betriebenes Fahrzeug, kann es bei einem Betrieb
mit häufigen Lastwechseln sparsamer betrieben werden. Mit häufigen
Lastwechseln haben wir es auch bei der Stromversorgung zu tun. Die
Windkraft als Erzeugungsquelle mit ihren extremen Schwankungen tut
ihr übriges dazu, dass Speicher notwendig sind um die Erzeugung an
den Bedarf angleichen zu können.
Man kann sich das so vorstellen, als hätte man einen Motor, der
nicht ordentlich läuft. Einmal bringt er volle Leistung, dann fällt
er wieder ab, spuckt und stottert, plötzlich entfaltet er wieder die
Leistung. Früher gab es Autos, die manchmal solche Zicken machten.
Würde dieser unrund laufende Motor einen Akku speisen und der
wiederum über Elektromotor das Fahrzeug antreiben (das ist ein
Hybridantrieb), dann könnte trotz unpassender Leistungsentfaltung
des Motors ganz normal gefahren werden. Genau das ist die
Herausforderung, vor die uns die Windkraft mit zunehmendem Einsatz
in der Stromwirtschaft stellt.
Die Aussage des Herrn Braun, man könnte ein Atomkraftwerk abstellen,
wenn man drei Pumpspeicher nicht baut, ist deshalb grotesk verkehrt.
Das Gegenteil ist der Fall. Erst durch Schaffung von Speichern ist
es verantwortbar und technisch möglich, berechenbare
Stromerzeugungsformen wie Atom-, Kohle-, Gas- und Heizölkraftwerke
durch fluktuierende Erzeugungen wie Windkraft, Sonne und Gehzeiten
zu ersetzen. Andernfalls (und das ist heute in hohem Umfang der
Fall), bauen wir zu jedem Windrad ein Gaskraftwerk als
Ersatzkapazität für Flautezeiten. Überkapazitäten, die an
Starkwindtagen auftreten, können damit aber nicht genutzt bzw. nur
verschleudert oder vernichtet werden. Dass wir uns über die
Windkraft von Öl- und Gaskartellen abhängig machen kann ja wohl
nicht ernsthaft unser Ziel sein. Und dass wir unser Land so mit
Windrädern überbauen, dass der Strom selbst an Flautetagen noch
ausreicht, wird auch nicht funktionieren.
Während der Hitlerdiktatur gelang es den Stadtvätern Wunsiedels das
Felsenlabyrinth der Luisenburg vor einem Abbau der Felsblöcke zur
Errichtung von Monumentalbauten für das Dritte Reich zu bewahren.
Dieses Schutzgebiet umfasst den wirklich einmaligen und
sensationellen Bereich des Labyrinths. Außerhalb dieses
geologischen Naturspektakels wurde und wird aber auch im
Kösseinegebiet Granit abgebaut. Der Abbau von Gestein war über lange
Zeiten auch eine bedeutende Erwerbsquelle für die Menschen unseres
Gebietes. Der vorgeschlagene Standort für den Bergsee am Nordhang
des Burgsteins verändert an keiner Stelle Geländeformationen, die
besonders landschaftsprägend oder einmalig wären. Die in diesem
Zusammenhang angeführten
Argumente des Herrn Braun können nicht ernst gemeint sein.
05. August 2008
Bericht
zu einer Presserklärung von Stadtrat German Schlaug.
Es erscheint mir Wunschdenken zu sein, man könnte dieses Projekt,
nachdem es an die Öffentlichkeit gelangt war, wie von Herrn Schlag
gefordert, im stillen Kämmerlein weiterentwickeln. Herr Schlaug
fordert Verschwiegenheit. Andere fordern genau das Gegenteil,
nämlich mehr Information und offene Diskussion. Dieser Konflikt wird
sich nie auflösen lassen. Jedes Argument wird sein Gegenargument
finden. Die öffentliche Diskussion sollte als Bereicherung und nicht
als Belästigung gesehen werden. Sie führt dazu, dass viel mehr
Argumente in die Betrachtung und Untersuchung des Projektes
einfließen, als es der Fall wäre, wenn alle abwarten würden und irgendwann
ein Ergebnis präsentiert würde. Anders vermag ich die Intention des
Herrn Schlaug nicht zu interpretieren.
Zu meiner "Ingenieurskunst", die Herr Schlaug offensichtlich in
Frage stellt, möchte ich nur sagen, dass unser Land mir eine
ausgezeichnete Ausbildung bot, in die unser Gemeinwesen viel Geld
investiert hat. Sie umfasst die Planung derartiger Projekte. Von
Fachleuten aus dem Ingenieurwesen, die sich mit meinem
Projektvorschlag auseinandersetzten, werden meine Aussagen
bestätigt. Die Diskussion dieses Projektes wäre längst beendet, wenn
der ausführlich erläuterte Vorschlag fachlich widerlegbare Aussagen
enthielte.
Die von Herrn Schlag aufgegriffene Befürchtung einer Betonwanne im
Tal der Röslau zeigt, dass Ängste verbreitet sind mit völlig
unzutreffenden Vorstellungen von der Ausführung des Wunsiedler Sees.
Viele künstlich angelegte Seen haben Tiefensperren aus Beton, um
unterirdische Wasserabflüsse und negative Einflüsse auf den
Grundwasserhaushalt der Umgebung zu vermeiden. Zum Beispiel umgibt
den Altmühlsee bei Gunzenhausen in der Mitte des Dammes eine tief
reichende Betonwand. Zu sehen ist davon überhaupt nichts. Niemals
käme jemand auf den Gedanken, dort von einer Betonwanne zu sprechen.
Ob und in welchem Umfang derartige Maßnahmen (von denen man
ebenfalls nichts sehen würde) bei uns notwendig sein werden, muss
genaueren Untersuchungen vorbehalten bleiben, falls nach der
Machbarkeitsstudie das Projekt weiter verfolgt wird.
06. August 2008
Leserbrief
(Nr. 1) von Herrn Gerhard Keltsch aus Wunsiedel.
Er greift den Gedanken auf, dass der Mensch seine Umwelt schon immer
verändert hat.
07. August 2008
Leserbrief
von Herrn Reiner Tröger aus Röslau.
Er setz sich umfassend mit den Protesten gegen den Bau des
Brombachsees und des Fränkischen Seenlands auseinander und stellt
fest, dass im Nachhinein alle profitieren und zufrieden sind.
Eigene Anmerkung:
Ähnliches ist auch von der Errichtung des Untreusees in Hof oder vom
Weißenstädter See bekannt. Letzterer schmückt als größte künstlich
angelegte Wasserfläche unseres Landkreises sogar die Titelseite des
Internetauftritts der Kreisgruppe Fichtelgebirge des Bund
Naturschutz. Angesichts dieser Sachverhalte muss man sich wirklich
fragen, ob diese Leute wirklich aus purer Angst vor Veränderung als
Speerspitze des Widerstandes gegen ein Projekt auftreten, das
zumindest energiewirtschaftlich das allerhöchste Interesse dieser Bewegungen
genießen
müsste. Oder geht es diesen Leuten in Wirklichkeit um ganz etwas
anderes? Warum fordern sie nicht den Rückbau der geschaffenen Seen?
Würden sie womöglich auch dagegen protestieren?
13. August 2008
Leserbrief
(Nr. 1) von Herrn Joachim Kraus aus Schönbrunn.
Er gibt zu Bedenken, dass es Seeanlieger geben wird, die sich
jahrelangen Baulärm gefallen lassen müssten, so wie Schäden und
Nachteile an ihren Häusern.
Unbestritten ist, dass der Aushub des Sees eine (je nach Größe)
mehrjährige Bauzeit erfordern wird. Diese Baustelle wird aber
wandern. Wirklich nahe an einem Anwesen werden sich die ggf.
lärmenden Bautätigkeiten in einem begrenzten Zeitraum abspielen.
Sobald der Boden in diesem Bereich ausgehoben ist, ziehen die
Baumaßnahmen weiter. Große Baustellen, die ständig innerhalb von
Ortlagen durchgeführt werden und ähnliche Zeiträume beanspruchen,
werden auch in Kauf genommen. Veränderungen erfordern ganz einfach
auch Baumaßnahmen.
Wie bei jedem anderen Bauprojekt auch, ist dafür Sorge zu tragen,
dass keine Schäden an den Häusern der Anlieger auftreten. Sollte das
im Einzelfall trotzdem passieren, dann ist das ganz klar zu
entschädigen und so wiederherzustellen, dass dem Anlieger kein
Nachteil entsteht. Auch sollte bedacht werden, dass an allen
derartig geschaffenen Seen eine Wertsteigerung für die
Anliegergrundstücke eintritt.
Herr Kraus vermisst in der bisherigen Debatte den Gedanken der
Energieeinsparung und stellt sich sogar die Frage, ob das Projekt
nicht zur Stromverschwendung animieren könnte.
Energieeinsparung - in unserem Fall, die Verringerung von
Stromverbrauch - wird permanent betrieben, was den Verbrauch
einzelner Geräte betrifft. Energiesparlampen, Öko-Waschprogramme und
viele Erfindungen sorgen für eine stetige Verringerung des
Stromverbrauches bei bekannten Anwendungen. Allerdings werden mit
hohem Tempo immer neue Erfindungen als Produkte angeboten, welche in
unsere Haushalte einziehen und Verbrauch verursachen, den es vorher
gar nicht gab. Wären wir nur in der Anzahl mit elektrischen Geräten ausgerüstet, wie
vor 50 oder 100 Jahren aber mit neuzeitlicher Technik, dann würde
das heute nur einen
Bruchteil des damaligen Stromverbrauchs auslösen. Falls Herr Kraus meint, die
Menschheit solle aufhören, neue Erfindungen zu machen, dann würde er
damit gerade unserem Land ganz schnell die Grundlage unseres
Wohlstandes entziehen.
Nach meiner Auffassung geht es nicht darum, wie viel Strom wir
verbrauchen (das regelt ganz einfach der Preis), sondern wie wir diesen
Strom produzieren. Genau das sollte nachhaltig, möglichst ohne das
Verfeuern fossiler Brennstoffe und ohne eine Veränderung unserer
Atmosphäre geschehen. Windräder und Solartechnik in Kombination mit
Speichern sind bekannte Techniken, die das leisten können. Den
besten Wirkungsgrad haben dabei Pumpspeicher. Einsparungen können
dazu beitragen, dass wir dieses Ziel schneller erreichen. Egal auf
welches Niveau sich der Stromverbrauch einpendeln wird gilt jedoch:
Je besser sich die schwankende Erzeugung über Speicher ausgleichen
lässt, desto weniger Überkapazität an Erzeugungseinheiten
(Windrädern, Gaskraftwerken) muss aufgebaut werden.
Weiter behauptet Herr Kraus, der Brombachsee habe einen nahezu
konstanten Wasserspiegel. Diese Aussage ist falsch. Der Brombachsee
ist auf eine Pegelschwankung von sieben Metern ausgelegt. Die Bilder
in diesem Internetauftritt im Abschnitt "Bilder anderer Seen"
zeigen, dass dies beim Brombachsee auch tatsächlich stattfindet.
Eine Beeinträchtigung der Freizeitnutzung geht davon nicht aus. Das
beweisen auch viele andere Seen mit Pegelschwankung.
Persönlich halte ich es für viel gravierender, wenn ein See mit
jahreszeitlichen Pegelschwankungen über lange Zeiträume abgesenkt
ist, als wenn bei einem Pumpspeichersee, der Wasserstand während der
hauptsächlichen touristischen Nutzung am Nachmittag immer wieder an
seinen oberen Stand gelangt. Ebbe und Flut schreckt niemanden ab,
ans Meer zu gehen. Die Pegelschwankungen eines Pumpspeichers finden
in einem ähnlichen Rhythmus statt. Es gibt keinen logischen Grund,
der eine Freizeitnutzung einschränken sollte. Im übrigen geschähen
im Wunsiedler See die Absenkung und der Anstieg des Wasserstandes so
langsam (maximal 0,3 Millimeter pro Sekunde), dass man schon über
längere Zeit genau hinsehen muss, um es überhaupt zu bemerken.
Zu den von Herrn Kraus befürchteten Grundwassereinbrüchen in
benachbarten Häusern habe ich im Abschnitt "Abdichtung des Talsees"
ausführlich Stellung genommen.
15. August 2008

Leserbrief
von Wolfgang und Petra Purucker aus Tröstau.
Dieser Leserbrief befasst sich erstmals damit, dass der
Projektvorschlag zum See im Röslautal bei den größeren Varianten
auch Tröstauer Gemeindegebiet umfasst.
Dazu ist anzumerken, dass darüber von Anfang an der Tröstauer
Bürgermeister Heinz Martini in Kenntnis gesetzt wurde. Das geschah
Monate vor der ersten Veröffentlichung in der Presse. Auch bestand
von Anfang an, ab dem Zeitpunkt an dem sich der Wunsiedler Stadtrat
mit dem Projekt befasste, das Angebot, den Tröstauer Gemeinderat zu
informieren. Dieses Angebot wurde erst viel später, Anfang Oktober
2008 aufgegriffen, nachdem es darum ging, in Vorbereitung auf das
Symposium zusammenfassende Unterlagen für die Träger Öffentlicher
Belange anzufertigen. Am Ende dieser Informationsveranstaltung des
Gemeinderats war es der Wunsch von Bürgermeister Martini, dass das
Gemeindegebiet von Tröstau in diesen Unterlagen berücksichtigt
werden solle. Es gehe dabei ja überhaupt nicht um die Frage, ob das
Stauseeprojekt verwirklicht wird, sondern nur darum, ob eine
Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden soll, die der
Gemeinde Tröstau nichts koste und keine Vorentscheidung darstellt. Die Erkenntnisse, die daraus
gewonnen werden, haben ja einen Wert, egal ob später eine Umsetzung
erfolgen wird oder nicht.
Weiter sehen die Autoren des Leserbriefs die Existenzgrundlage
vieler Bauern gefährdet.
Klar ist, dass mit dem See erhebliche landwirtschaftliche Flächen in
Wasserflächen, aber auch in Uferbereiche, Ausgleichsflächen und
mögliche Zwischenlager für Gesteinsabbau und Bodenaushub umgewandelt
werden. Das können je nach Größenvariante 200 Hektar und mehr
werden. Wenn man davon ausgeht dass die Untergrenze für einen
landwirtschaftlichen Vollerwerbsbetrieb in unserem Gebiet bei 50
Hektar liegt, würde das bedeuten, dass mit Umsetzung des
Seeprojektes sich für bis zu fünf Betriebe die Möglichkeit eröffnen
würde, in die Stilllegung zu gehen. Dass das für die betroffenen
Unternehmer durchaus eine Chance sein kann, weil für die Grundstücke
Preise erlöst werden könnten, die ohne dieses Projekt niemals
gezahlt würden, sollte bedacht werden. Auch über ein Angebot zur
Beteiligung der Grundeigentümer an dem Kraftwerksprojekt könnte
nachgedacht werden. Dies würde den betroffenen Landwirten
interessante Möglichkeiten eröffnen, neue Zukunftsperspektiven zu
entwickeln. Der See ermöglicht zudem das Entstehen einer
Erwerbsfischerei. Dieser neue Wirtschaftszweig könnte den Wegfall
der landwirtschaftlichen Erwerbsmöglichkeiten kompensieren. Das
Projekt soll nicht Sieger und Verlierer hervorbringen, sondern zu
einem Gewinn für alle Beteiligten und Betroffenen führen.
20. August 2008
Leserbrief
von Frau Kornelia Behrendt aus Schönbrunn.
Neben längst vorgetragenen Bedenken und Übertreibungen (10 Meter
tiefes Loch vor dem Wohnzimmer) sowie Verwendung des Begriffes
Horrorvision enthält dieser Leserbrief keine neuen Argumente.
Leserbrief
(Nr. 2) von Herrn Kimon Neusser.
Außer, dass Herr Neusser eine Machbarkeitsstudie verhindern will und
unsachlicher Polemik gegen meine Person, enthält der Leserbrief
keine neuen Argumente.
21. August 2008

Presseerklärung der Bürgerinitiative gegen das
Pumpspeicherprojekt im Röslautal.
Genau das Gegenteil der Presseerklärung des Herrn Schlaug vom 05.
August 2008 wirft mir nun die BI vor. Schlaug forderte Zurückhaltung
und weniger öffentliche Diskussion, die BI fordert mehr davon und
wirft mir vor, die öffentliche Diskussion unterdrücken zu wollen.
Man sieht: es allen recht zu machen ist eine Kunst, die niemand
kann. Der Vorwurf, ich würde die öffentliche Diskussion verhindern,
kann aber wohl nicht ernst gemeint sein.
Jederzeit stand und stehe ich für Informationsveranstaltungen für
Anlieger und die Öffentlichkeit aber auch für interessierte Vereine
und Gruppen zur Verfügungen. Dieser Internetauftritt wurde von mir
als umfassende Informationsplattform geschaffen, um alle
Projektüberlegungen möglichst transparent und nachvollziehbar
darzustellen. Die Leute, die diese Vorwürfe erheben, sollten sich
bewusst machen, dass wir nach wie vor lediglich über einen Vorschlag
sprechen, für den es noch nicht einmal einen Projektträger gibt. Es
dürfte einmalig sein, dass sich eine derart heftige Diskussion und
sogar eine Bürgerinitiative allein um eine in den Raum gestellte
Idee entwickelt hat. Der Vorwurf, ich wolle keine öffentliche
Diskussion geht auch deshalb ins Leere, weil ich immer dargelegt
habe, dass die stattfindende Diskussion wichtige und wertvolle
Fragen aufwirft, die beim Symposium und bei der Machbarkeitsstudien
beachtet werden müssen.
Die Aufgeregtheit der Diskussion, wie sie die BI-Sprecher vortragen,
kann ich allerdings in der Tat nicht nachvollziehen. Erst wenn mit
einer Machbarkeitsstudie nachgewiesen wird, dass das Projekt
überhaupt genehmigungsfähig sowie sinnvoll und gewinnbringend für
die Region ist, wird man sich überlegen, ob einer Umsetzung näher
getreten wird.
Sich jetzt hinzustellen und zu fordern, wir wollen das alles gar
nicht wissen, halte ich für eine sehr kurzsichtige und einseitige
Handlungsweise. Wenn sich die BI-Vertreter sicher sind, dass es zu
keiner Umsetzung des Projektes kommen wird, dann brauchen sie doch
auch vor einer Machbarkeitsstudie keine Angst zu haben.
Leserbrief
(Nr. 1) von Herrn Armin Braun, einem Sprecher der Bürgerinitiative.
Ihm geht es um Kosten der Informationsveranstaltungen in Furthammer
und in der Fichtelgebirgshalle. Da die Stadt Wunsiedel dazu einlud, hat
sie selbstverständlich auch die Kosten dafür getragen.
Um Fehlspekulationen vorzubeugen sei angemerkt, dass mir weder für
die Vorträge, noch für die Öffentlichkeitsarbeit mit dem
Internetauftritt von irgend einer Seite ein Honorar bezahlt wird.
Leserbrief
von Herrn Helmut Käferstein aus Helmbrechts.
Er verdeutlicht zum wiederholten Male, dass sporadisch verfügbare
Windkraft nur in Verbindung mit Energiespeichern für die Versorgung
einer Volkswirtschaft geeignet ist. Ohne Speicher kann Windkraft
niemals Atom-, Kohle- und Gaskraftwerke ersetzen.
22. August 2008
Leserbrief
von Frau Sigrid Wunschel aus Tröstau.
Sie kritisiert, dass Landrat Dr. Karl Döhler das Pumpspeicherprojekt
als Ergänzung der alternativen Energien unterstützt. Sie spricht von
einer Zerstörung des Röslautals. Dass dort, wie zum Beispiel in
Weißenstadt, ein attraktiver See entstehen wird, blendet sie
vollkommen aus.
23. August 2008

Presseerklärung von Bürgermeister Karl-Willi Beck zu den von der
BI am 21. August erhobenen Vorwürfen und Fragen.
25. August 2008

26. August 2008

Keine fachlich neuen Argumente enthält dieser Bericht über eine
BI-Versammlung in Furthammer. Statt sachlicher Kritik setzt man sich
verstärkt mit meiner Person auseinander, kritisiert einzelne
Aussagen von mir und empört sich darüber, dass ich trotz dieser
Kritik nicht aufhöre, um Verständnis für diesen Projektvorschlag zu
werben.
Meine Befürchtung ist, dass viele Leute bei der BI unterschrieben
haben, weil ihnen eine völlig falsche Information über Aussehen,
Ausführung und Bedeutung des Projektes eingeredet wurde. Allein die
bis zu diesem Zeitpunkt erschienenen Leserbriefe zeigen, dass viele
Missverständnisse und falsche Vorstellungen in der öffentlichen
Diskussion vorherrschen.
So wurde mir zum Beispiel zugetragen, dass mit einer Stellungnahme
des energiepolitischen Sprechers des Bund Naturschutz, Herrn Dr.
Trautmann-Popp um Unterschriften geworben wurde. Dieses Dokument
wurde auch mir zugespielt.
Ich erlaube mir, dieses Schreiben hier abzudrucken, weil damit die
Argumentation der Kreisgruppe Fichtelgebirge des Bund Naturschutz
von vornherein auf falschen Grundlagen erfolgt:

Herr Dr. Trautmann-Popp ist Physiker. Aufgrund dieser Ausbildung ist
davon auszugehen, dass er die technischen Herausforderungen, denen
sich unsere Stromwirtschaft bei der Umstellung auf regenerative
Erzeugung gegenüber sieht, auch versteht.
Ihn versuchte ich mehrere Tage lang zu erreichen, um mit ihm seine
Stellungnahme zu diskutieren. Als es endlich gelang, ihn ans Telefon
zu bekommen, machte er mir den Vorschlag, ich solle ihm meine
Position zu seiner Stellungnahme schriftlich geben. Er wird mir auf
alle Fälle antworten und auf meine Argumente eingehen. Auf diese
Absprache hin, sandte ich ihm folgenden Brief per Mail zu:
Sehr geehrter Herr Dr. Trautmann-Popp,
vielen Dank für unser heutiges Telefonat, in dem wir erstmals
Kontakt miteinander hatten und vereinbarten, zunächst per Email
unsere Einschätzungen auszutauschen.
Bezug nehme ich, wie telefonisch
besprochen, auf eine Mail von Ihnen an den
BN-Wunsiedel-Tirschenreuth (bn.wuntir@gmx.de) vom
07.07.08, welches mir in Abdruck zugeleitet wurde. Darin setzen
Sie sich mit einem Frankenpostartikel "Die Vision vom See" vom
16. Mai 2008 auseinander.
(1) In Ihrem ersten Satz an den Herrn Karl Paulus setzen Sie
dieses Pumpspeicherwerk auf eine Stufe mit allen
umweltzerstörenden Anlagen, für die mit völlig falschen Slogans
geworben wird.
(2) Völlig korrekt erklären Sie anschließend, dass es sich bei
einem Pumpspeicherwerk um keine Anlage zur Energieerzeugung
handelt und diese Technik deshalb auch nichts mit erneuerbaren
Energien zu tun hat. Sie räumen ein, dass so eine Anlage sehr
lukrativ ist, indem sie "billigen", überschüssigen Strom
aufnimmt und ihn zeitversetzt in Spitzenlastzeiten zu
Spitzenpreisen wieder abgibt.
(3) Bei dieser Aussage führen Sie jedoch an, dass es sich dabei
um extrem umweltschädlich erzeugten Braunkohle- und Atomstrom
handelt.
(4) Technisch korrekt beschreiben Sie die wirkungsgradbedingten
Verluste eines Pumpspeichers in der gegebenen Größenordnung.
(5) Sie bezweifeln die Eignung des Untersees als
Freizeitgewässer.
(6) Sie geben an, Pumpspeicherwerke hätten mit dem
Leistungsausgleich erneuerbarer Energien nichts zu tun.
Gleichwohl bestätigen Sie die Notwendigkeit dieses
Leistungsausgleichs, welcher auf andere Weise gelöst werden
muss. Darauf, wie das geschehen könnte oder müsste, gehen Sie
nicht ein.
(7) Durch das hinter dem Damm aufgestaute Wasser sehen Sie eine
große Bedrohung Wunsiedels, welche die ganze Stadt
überschwemmen würde. In diesem Zusammenhang geben Sie den
Hinweis, dass Erdbebenwahrscheinlichkeiten und der von dem See
ausgehende Wasserdruck einer genauen Prüfung zu unterziehen
sind.
Zum jetzigen Stand der Diskussion dieses Projektes halte ich es
für wenig zielführend, wenn wir nun versuchen, diese
Einzelaussagen gegenseitig zu zerpflücken. Vielleicht kann
unsere Diskussion viel mehr erreichen, wenn wir zunächst
versuchen gegenseitig zu verstehen, warum wir in einigen Punkten
unterschiedliche Auffassungen vertreten. Deshalb halte ich es
für wichtig, dass wir, so gut es uns gelingt auf
vorverurteilende Wertungen verzichten und sachlich und für die
andere Seite nachvollziehbar argumentieren.
In diesem Sinne versuche ich nun, ihren Aussagen meine
Auffassung gegenüber zu stellen.
(1) Das in Wunsiedel vorgeschlagene Pumpspeicherprojekt führt zu
einer erheblichen Steigerung der Biodiversität, sowohl im
Talraum als auch um den Bergsee. Je nach Größe des Projektes
werden die Bodenaufschlüsse der Uferzonen und die Landschaften,
die durch die Dämme modelliert werden zwischen 30 und 70 Hektar
wertvollen Naturraum aus Flächen entstehen lassen, auf
denen derzeit Land- und Waldwirtschaft betrieben wird. Viele
vergleichbare Bodenaufschlüsse in unserem Gebiet wurden
mittlerweile zu besonders wertvollen Naturschutzzonen erklärt,
welche seltene und gefährdete Arten beheimaten. Pumpspeicher, so
wie für Wunsiedel vorgeschlagen, sind keine Umweltzerstörung
sondern eine absolute Naturbereicherung.
(2) Strom muss immer genau in dem Moment erzeugt werden, in dem
er gebraucht wird. Das ist mit vielen Kraftwerken nicht, oder
nur unter Inkaufnahme großer Verluste möglich. Bedarfsangepasste
Stromerzeugung bei vertretbaren Wirkungsgraden funktioniert gut
mit hochwertigen Primärenergien wie Erdgas und Erdöl, nur
eingeschränkt mit Kohle. Von diesen konventionellen Kraftwerken,
die CO2 emittieren und zum Teil preisexplodierende, zur Neige
gehende Rohstoffe verheizen, wollen wir uns aber verabschieden.
Der Ausstieg aus der Kernkraftnutzung ist beschlossen. Bei
Ausklammerung der Investitions- und Betriebskosten schenkt uns
die Natur kostenlosen Windstrom - wenn der Wind bläst und
kostenlosen Solarstrom - wenn die Sonne scheint. Über
Energiespeicher kann eine regenerative Stromerzeugung auf die
Nachfrage abgestimmt werden, wenn es gelingt, die
Durchschnittsmenge, des Strombedarfs regenerativ zu
erzeugen. Pumpspeicher können die unter solchen Voraussetzungen
zeitweise stattfindende Überproduktion aufnehmen und in Zeiten
zu geringer regenerativer Stromerzeugung zurückliefern.
(4) Die Pumpspeicherung ist dabei die bewährteste
Energiespeichertechnik mit dem höchsten Wirkungsgrad, die größte
Energiemengen aufnehmen kann. Diskutierte Alternativen zu dieser
Art der Energiespeicherung, wie riesige Druckluftkavernen tief
unter der Erde, Akkumulatoren oder die Produktion von
Wasserstoff mit zeitversetzter Verstromung erreichen nicht
annähernd den Wirkungsgrad von Pumpspeichern. Sie produzieren
also ein Vielfaches an Energieverlusten und sind mit Ausnahme
der Druckluftkavernen um Größenordnungen teuerer in der
Herstellung und viel schneller verschlissen als Pumpspeicher.
(3) Ein Ausstieg aus den umweltkritischen Formen der
Stromerzeugung ist nur verantwortbar, wenn die fluktuierende
Form der regenerativen Stromerzeugung mit Speichern so
abgesichert wird, dass der Strom bei Bedarf geliefert werden
kann.
(5) Zahlreiche Beispiele, wie Trausnitz, Happurg, Waldeck oder
der Schluchsee im Südschwarzwald beweisen dass Pumpspeicherseen
willkommene Freizeitgewässer sein können. Der Wunsiedler See,
der von vornherein auch im Hinblick auf diesen Aspekt konzipiert
wird, wird sich besonders gut als Freizeitsee eignen, weil er
auf seiner gesamten Fläche immer eine ausreichende
Mindestwassertiefe aufweisen wird. Da das Pumpspeicherwerk
Wunsiedel unter kommunaler Verantwortung entstehen soll, ist das
Interesse an dieser Art der Nutzung auch zentraler Bestandteil
aller Planungen.
(6) Pumpspeicher sind der ideale Partner zu Windkraftanlagen.
Heute gibt es sehr viele Gaskraftwerke, die jederzeit in der
Lage sind, fehlenden Windstrom auszugleichen. Bei wechselnden
Windverhältnissen laufen diese im Stand-by Betrieb mit, um
Erzeugungs- und Bedarfsschwankungen jederzeit ausgleichen zu
können. Bei Flaute muss die gesamte Erzeugungskapazität mit
fossilen Energieträgern ersetzt werden. Bei Orkanwetterlagen
gehen die Windkraftwerke in Notabschaltung. Auch in dieser
Situation liefern sie keinen Strom. Wesentlich nachhaltiger als
uns durch die Windkraft in eine Abhängigkeit von Erdgas und
Erdöl zu manövrieren, wäre die Schaffung von Pumpspeichern. Das
würde Wirtschaftskreisläufe bei uns in Gang setzen, zu
Arbeitsplätzen im eigenen Land führen und Abhängigkeiten von
Gas- und Ölkartellen vermeiden.
Dezentrale Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung wären beim
derzeitigen Zustand vieler unserer Gebäude absolut sinnvoll, um
den Wirkungsgrad beim Verbrauch fossiler oder aus Biomasse
gewonnener Energieträger zu steigern, indem die Abwärme zur
Heizung genutzt wird. Zum Ausgleich von Erzeugungsschwankungen
bei der Wind- und Sonnenstromerzeugung sind diese Anlagen aber
kaum geeignet. Ihr Betrieb ist nur dann wirklich nutzbringend,
wenn sowohl die Wärme als auch der Strom benötigt werden. Im
Sommer dürfte die Wärme-Kopplung deshalb überwiegend nichts
bringen. Im übrigen ist die Vermeidung von Wärmeverlusten, z.B.
durch gute Isolierung immer noch einer wirkungsgradoptimierten
Wärmeproduktion vorzuziehen. Ziel sollte es sein, Strom weder
aus fossilen noch aus mit Biomasse gewonnenen Energieträgern zu
erzeugen.
Unsere Lebensgewohnheiten darauf einzustellen, dass wir dann in
die Firmen und an die Arbeitsplätze gehen, dann kochen und
Waschen, wenn der Wind bläst und die Sonne scheint und wir dann
unsere Freizeit ohne Stromverbrauch nehmen, wenn trübes,
windstilles Wetter ist, sollte nicht unser Ziel sein.
(7) Der Hinweis mit der Erdbebenwahrscheinlichkeit ist sehr
wichtig und gründlich zu überprüfen. Bei einem Bau der Stauwerke
ist alles zu unternehmen, um in dieser Beziehung für maximale
Sicherheit zu sorgen. Dass ganz Wunsiedel überschwemmt werden
könnte ist aber nicht zutreffend, denn Wunsiedel liegt bis auf
ganz wenige talnahe Bereiche zum allergrößten Teil weit oberhalb
von 540 Metern (dem Höchststauziel des Untersees). Eine reale
Gefahr besteht vielmehr bei nicht vorhandenem Wunsiedler See,
wenn bei großen Hochwässern die Röslau im Stadtgebiet über ihre
Ufer tritt, was immer wieder einmal vorkommt. Durch
Überschwemmungen auch aus Seitentälern der Röslau (Krugelsbach,
Röhrberg, Siechenbach, Tannenreuth) hatte Wunsiedel immer wieder
zum Teil erhebliche Probleme. Zuletzt gab es im Jahr 2002 drei
Überschwemmungen der Innenstadt. Am Krugelsbach, einem kleinen
Seitental der Röslau, soll deshalb im Jahr 2009 extra ein
Hochwasser-Schutzdamm gebaut werden. Von Schädigungen durch
Erdbeben ist mir in Wunsiedel nichts bekannt.
Sehr geehrter Herr Dr. Trautmann-Popp, ich
habe versucht, mich intensiv mit Ihren Argumenten auseinander zu
setzten und komme zu einer gänzlich anderen Beurteilung des
Projektes. Nun kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Sie
Sachverhalte in Ihre Überlegungen einbezogen haben, die mir
einfach nicht bekannt sind. Deshalb sehe ich Ihrer Antwort mit
Spannung entgegen. Ausführlicher, auch bezüglich weiterer
Aspekte und mit Bildern, Zeichnungen und Links zu anderen
Quellen untermauert, erkläre ich das Pumpspeicherprojekt auf der
Website
www.psp.poppware.de.
Es würde mich sehr freuen, wenn wir dazu in einen konstruktiven
Dialog eintreten könnten.
Mit freundlichen Grüßen aus der Festspielstadt Wunsiedel im
Fichtelgebirge,
Matthias Popp
Schönbrunn-Burgstraße 19
D-95632 Wunsiedel
Leider, und obwohl ich mehrfach telefonisch bei Dr. Trautmann-Popp
nachhakte, bekam ich trotz seiner Zusagen bis heute auf dieses
Schreiben keine Antwort.
Ich gehe davon aus, dass er gemerkt hat, dass sich seine
Argumentation nicht als tragfähig erweisen wird.
Wenn man bedenkt, dass die Stellungnahme des Herrn Dr.
Trautmann-Popp wahrscheinlich die Grundlage des Agierens der
Kreisgruppe Fichtelgebirge des Bund Naturschutz ist, dann halte ich
es für sehr bedenklich, wenn mit fachlich nicht haltbaren Argumenten
Unterschriften gegen ein Projekt gesammelt werden.
Dieses Schreiben bewog Herrn Paulus, den Kreisgeschäftsführer des
Bund Naturschutz zu folgender vorläufigen Stellungnahme, die mir
ebenfalls zugespielt wurde. Auch diese Stellungnahme erlaube ich
mir, wiederzugeben:

Karl Paulus fasste in dieser Stellungnahme viele Negativthesen
zusammen, die anschließend oder davor in Leserbriefen und
Diskussionsbeiträgen schon gebracht wurden. Auf die von ihm
angesprochene Möglichkeit einer Eutrophierung des Gewässers gehe ich
im Kapitel "Natur und Landschaft" dieses Internetauftritts näher
ein. Ansonsten finden sich darin keine Argumente, die nicht schon
betrachtet worden wären.
27. August 2008
Stellungnahme
des Landratsamtes zum Leserbrief von Frau Sigrid Wunschel.
Der Landrat bittet um Verständnis darum, dass dieser
Projektvorschlag nicht vorschnell durch einseitige Sichtweisen
verdammt wird. Er bittet darum, Chancen und Risiken in ihrer
Gesamtheit abzuwägen, bevor ein Urteil gefällt wird.
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