Fränkische Seenplatte: |
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Übersichtsplan der fränkischen
Seenplatte. Diese Wasserbauwerke sichern einen
Mindestwasserstand im Main-Donau Kanal auch in Trockenperioden
und leiten Wasser aus dem wasserreicheren Einzugsgebiet der
Donau in das trockenere Nordbayern. |
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Altmühlsee
(04.09.2008): |
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Lageplan.
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Der Damm des Altmühlsees ist auf
das ursprüngliche Gelände aufgesetzt. Eine tief reichende
Betonwand in der Mitte des Damms stabilisiert den
Grundwasserstand der Umgebung auf dem ursprünglichen Niveau.
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Mit dem Ausflugsboot kann eine
Seerundfahrt unternommen werden. Der See ist ca. 3 Meter tief
und wird als Überleiter in den Brombachsee bis auf einen
Wasserstand von ca. 2 Meter tiefe abgesenkt. |
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Der sehr flach ausgeführte Damm
wird hier zum Beispiel für eine Minigolfanlage genutzt. |
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Rothsee (03./04.09.2008): |
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Rundwanderwege erschließen den See für Freizeitsportler,
Spaziergänger und Touristen |
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Leuchtfeuer kündigen ein aufziehendes Unwetter an |
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Brombachsee (04.09.2008): |
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Wie der Wunsiedler See ist der Große Brombachsee auf eine
Pegelschwankung von sieben Metern ausgelegt. Er liefert
zahlreiche Anregungen und gute Beispiele für die Planung des
Wunsiedler Sees. Stellenweise wurden
im Brombachsee bis zu 25 Meter vom ursprünglichen Gelände
abgetragen. |
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Ein 1,7 Kilometer langer Damm mit bis zu 36 Metern Höhe bildet
den Abschluss. Unter dem Damm schützt eine bis zu 40 Meter tief
reichende Beton-Dichtwand vor Wasserabflüssen im zerklüfteten
Untergrund. |
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Der Damm: Zum Aufnahmezeitpunkt war der Wasserspiegel
um ca. 4
Meter abgesenkt. |
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Erklärungen an der Schautafel des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach
zur Untergrundabdichtung des Dammes im Längsschnitt. |
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Darstellung der Pegelabsenkung, des Betriebsauslasses und der
damit verbundenen Stromgewinnung. |
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Der Grundablass wird gebraucht um den See vollständig entleeren
zu können. |
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Der Ausgleich der Pegelschwankungen an den Bootsstegen erfolgt
mit Schwimmkörpern aus Beton. Betonschwimmkörper sind
dauerhaltbar und liegen im Gegensatz zu einfachen Plastikpontons
ruhig im Wasser. Im Wunsiedler See würden vergleichbare Schwimmkörper breitseitig
aneinander gefügt und eine schwimmende Straße bilden. |
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Der Zugang zu einem Bootssteg für Segelboote. |
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Sieben Meter Pegelschwankung lassen sich mit so einer Technik
problemlos ausgleichen. |
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Die Stufenhöhe der Treppe passt sich automatisch der
Treppenneigung und somit dem Pegelstand an. |
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Stahlsäulen mit der abgebildeten Führungseinrichtung sorgen
dafür, dass die Schwimmstege stabil an ihrer Position bleiben. |
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Eine umfassende und ausgeklügelte
Abwasserentsorgung und viele Maßnahmen im Umfeld sichern die
Wasserqualität. |
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Vereinzelt zu beobachtende Algenfelder in
flachen ufernahen
Badebereichen werden abgemäht. |
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Bei dichtem Algenbewuchs sorgt der senkrechte Messerbalken für
das Freischneiden der Fahrrinne, der horizontale Messerbalken
schneidet die Algen knapp über dem Seeboden ab |
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Die Algen schwimmen auf und werden bei passendem Wind an Land
getrieben. Arbeitskräfte des kommunalen Zweckverbandes, die für
Sauberkeit und optimale touristische Nutzbarkeit sorgen,
transportieren die Algen ab. |
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Algen aus dem Brombachsee.
Bei steilen Ufern, steter Wasserbewegung und
Wassertiefen, wie sie im Wunsiedler See geplant sind, ist diese
Art der Algenbildung eher unwahrscheinlich. |
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So wie es beim Wunsiedler See der Fall sein wird, hat auch
beim Brombachsee der Naturschutz einen hohen Stellenwert. |
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Wildenten lassen sich gerade auf einer Wiese nieder, die sich
an eine geschützte Uferzone anschließt. |
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Edersee (26./27.08.2008): |
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Der 1908 erbaute Edersee hat die Aufgabe die Schiffbarkeit der
Weser im Sommer aufrecht zu erhalten. Die Staumauer ist ca. 45
Meter hoch. Zum Zeitpunkt des Bildes war der Wasserpegel um ca.
20 Meter abgesenkt. Die Anlegestelle für das Touristenschiff
überwindet diesen Höhenunterschied mit einem Schrägaufzug. |
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Schwimmende Stege gleichen die Pegelschwankungen aus und sorgen
für den Zugang zum Wasser und zu den Booten. |
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Steile Ufer gibt es am Edersee in vielen Bereichen. Vom 26. auf
den 27. August 2008 erhöhte sich die Absenkung des Wasserspiegels von 20 auf 21
Meter. Dieser große Abfluss aus dem größten Stausee
Deutschlands war notwendig, weil auf der Weser ein
Schwerlasttransport durchgeführt wurde, der statt der normalen 1,20
Meter eine Wassertiefe des Flusses von 1,70 Meter erforderte. |
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Freizeitbetrieb, zum Beispiel einer Segelschule findet trotz
abgesenktem Wasserspiegel statt. Bei einer zweistündigen
Rundfahrt mit dem Ausflugsschiff erlebt man die vielseitige
Nutzung dieses Wasserbauwerks. |
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Oberhalb eines steilen Uferabschnitts befindet sich eine
Bootswerft und ein Ausflugslokal. |
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Die Absenkung des Wasserspiegels zum Zeitpunkt der Aufnahmen
betrug 21 Meter und das ist noch nicht das Ende. |
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Auch an einer Surfschule war schon am Vormittag reger Betrieb zu
beobachten. |
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Goldisthal (17.08.2008): |
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Goldisthal im Thüringer Wald ist der größte Pumpspeicher
Deutschlands und wurde im Jahr 2003 in Betrieb genommen. Zum
Zeitpunkt der Aufnahme waren das Oberbecken gefüllt und der
untere Speicher entsprechend abgesenkt. |
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Ein kleiner Vorstausee befindet sich vor dem Untersee des
Pumpspeichersystems. |
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Die Bilder erinnern an den Edersee. Uferneigung und der Eindruck
von der Landschaft gleichen sich. In Goldisthal ist die
touristische Nutzung aus angeblichen Sicherheitsgründen
verboten, während der Edersee eine touristische Attraktion
darstellt, der das Gebiet zu einer Ferienregion macht. |
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Blick von Osten über Goldisthal auf die Wasserbauwerke. Hinter
dem 70 Meter hohen Damm beginnt der etwas über zwei Kilometer
lange Untersee. Vielleicht ist es nur eine Frage der Zeit, bis
sich Freizeitaktivitäten und der Tourismus auch diesen See
erobern. |
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Das gefüllte Oberbecken von Goldisthal. Die rundum verlaufenden
Dämme sind zum Teil über 40 Meter hoch und auf höherem Niveau
als die ehemalige Bergkuppe. |
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Die Sonne spiegelt sich in der vom Wind
gekräuselten
Wasseroberfläche in 870 Metern. |
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Saalestauseen im Thüringer Wald (17.08.2008): |
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Mit mehreren Staustufen wird die Saale im Thüringer Wald zur
Stromerzeugung genutzt. Steile Ufer verleihen diesen Seen eine
besondere Attraktivität. Hier die Bleilochtalsperre. |
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Große Wasserflächen ziehen die Menschen an und entfachen
Freizeitaktivität und Tourismus. Jahreszeitlich oder täglich
stattfindende Pegelschwankungen spielen dabei, wie die Beispiele
zeigen, keine Rolle. |
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Hohenwarte-Stausee. Der helle Streifen
zwischen Wasseroberfläche und Bewaldung zeigt die Absenkung des
Wasserstandes um etliche Meter. |
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Hohenwarte-Stausee mit Staudamm. |
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Oberbecken des Pumpspeicherwerks zur Talsperre Eichicht. |
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Waldeck (27.08.2008): |
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540 Meter, gerade so hoch wie das Stauziel des Wunsiedler
Sees, befindet sich das Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks
Waldeck an der Eder, nicht weit entfernt vom Edersee. |
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Blick aufs Oberbecken des Pumpspeicherkraftwerks Waldeck. Ein
beliebtes Ausflugsziel, das vom Kraftwerk aus mit einem
Schrägaufzug erreicht werden kann. |
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Der Afolderner See bildet das Unterbecken zum
Pumpspeicherkraftwerk Waldeck. Die beiden Oberbecken am
Peterskopf befinden sich links von dem Strommasten und sind von
unten nicht erkennbar. |
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Pontonstege aus Plastik zum Ausgleich der Pegelschwankungen sind
im Vergleich zu soliden Betonschwimmkörpern eine wackelige
Angelegenheit. Auch der Afolderner See ist touristisch genutzt
und verfügt über einen Rundweg und zahlreiche Bootsstege und
Angelplätze. |
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Bodensee (05.08.2008): |
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Auch am Bodensee schwankt der Wasserspiegel um mehr als zwei
Meter. Wie an allen Gewässern mit Pegelschwankung wird der
Zugang zu den Booten und Ausflugsschiffen mit Brücken die auf
Schwimmkörpern aufliegen, ermöglicht. |
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Steile Ufer sind für die Anlieger des Bodensees kein Problem.
Lösungen um trotz variierender Wasserstände an den See zu
gelangen, gibt es viele. |
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Im Pfahlbaumuseum von Unteruhldingen in der Nähe von Meersburg
am Bodensee kann man sich davon überzeugen, dass schon die
Menschen der Steinzeit und der Bronzezeit mit wechselnden
Wasserständen umzugehen wussten. |
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Die Nähe am Wasser schützte vor Feinden, sorgte für ein
ausgeglichenes Klima und lieferte eine Nahrungsgrundlage. |
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Talsperre Trausnitz (30.08.2008): |
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Blick von der zum Campingplatz gehörenden Liegewiese auf den
See. |
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Der Campingplatz in Trausnitz. |
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Blick über den See zum Campingplatz. Zu sehen ist das
Seerestaurant. Die Stellplätze der Camper sind von
schattenspendenden Bäumen eingegrünt und kaum einsehbar. |
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Stausee Happurg (03.09.2008): |
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Der Untersee zum Pumpspeicherkraftwerk Happurg ist ca. 1,2
Kilometer lang und ca. 350 Meter breit. Die tägliche
Pegelschwankung beträgt bis zu 4,30 Meter. Mit einfachen
schwimmenden Stegen gleicht dieser Tretbootverleih am Seecafe
diese Pegelschwankungen aus. |
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Nachmittags und am Abend kommen die Unterseen von
Pumpspeicherkraftwerken in der Regel an das obere Stauziel. In
der Nacht werden sie abgesenkt um mit Einsetzen der
Stromnachfrage während des Tages wieder gefüllt zu werden. |
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Blick auf einen Teil der Staumauer in der sich das Kraftwerk
befindet und die Bebauung, die an den See heranreicht. Bevor es
den Stausee gab war Happurg regelmäßig von Frühjahrshochwässern
geplagt. Seit dieser Zeit verfügt der Ort über ein
attraktives Freizeitgewässer in ähnlicher Größe wie der
Weißenstädter See. |
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Liegewiesen und ein Fußweg, der zum Spazieren und Joggen
einlädt
umgeben den See. Auch an Rückzugsräumen für Flora und Fauna
mangelt es nicht. |
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Schluchsee (06.09.2008): |
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Der Schluchsee ist das touristisch genutzte Oberbecken eines
Pumpspeichersystems im Südschwarzwald, das am Rhein in 310 Meter
über dem Meeresspiegel beginnend in drei Stufen hoch geht bis
930 Meter, dem Stauziel des Schluchsees. |
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Im Pumpspeicherbetrieb während des Sommers wird der Wasserstand
des Sees um maximal sechs Meter abgesenkt. Im Winter findet eine
viel größere Absenkung um zwanzig Meter und mehr statt, um bei
der Schneeschmelze das Frühjahrshochwasser aus den Höhenlagen
des Schwarzwaldes aufnehmen zu können. |
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Die relativ kleinen Stauseen an den Zwischenstufen in
Häusern
und Witznau liegen in tief eingeschnittenen dunklen Tälern. Sie
werden touristisch nicht genutzt. Der Schluchsee weist knapp die
doppelte Länge und die doppelte Breite auf, die für den
Wunsiedler See angedacht sind. |
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Wie bei allen Gewässern mit Pegelschwankungen gelangt man auch
am Schluchsee über Schwimmstege zu den Booten. |
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Blick aus dem Elektroboot über das steile Ufer auf den Bahnhof.
Dahinter verläuft eine Straße und oberhalb kommen die Hotels und
die Kirche der gleichnamigen Ortschaft Schluchsee. |
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Ein bewährtes System zum Ausgleich der Pegelschwankungen bietet
einen bequemen Zugang zu den Segelbooten. |
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Über einem besonders steilen Uferbereich hat sich
dieses Hotel
angesiedelt. |
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Steile Klippen sind immer ein besonderer Blickfang. |
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Der grüne Stein oben am Kiesstrand markiert den maximalen
Wasserstand. Mit der Veränderung des Wasserstandes werden die
Schwimmstege nach oben und unten bewegt. |